Metal Hammer- Ausgabe Juni 2011

Metal Hammer- Ausgabe Juni 2011 (Seite 93)

Bewertung: 5
Songwriting 4, Sound 4, Hörspaß 6, Durchschnitt= 4,66

Diese

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Truppe aus Sachsen war bis vor Kurzem noch unter dem Namen Satin Black unterwegs und versucht jetzt, als Alpha Tiger ein Stückchen vom Retro-Metal-Kuchen abzubekommen. Die doppelte Leadgitarre flirrt amtlich durch die Gegend und erinnert nicht nur bei “Against The Time” verdammt an die ersten Gehversuche von Iron Maiden. Mit Stephan Dietrich hat man zudem einen Sänger in der Band, der mit seinem glasklaren, aber niemals weinerlich tönenden Organ die perfekten Voraussetzungen für diese Art von Musik mitbringt. Wer bei “Karma” die Augen zumacht, möchte fast meinen, Queensryche hätten zu Zeiten von THE WARNING (1984) einen zusätzlichen, bisher unbekannten Song aufgenommen. Alles rosarot im Retro-Land? Fast, denn die Kompositionen sind noch nicht ganz auf dem Niveau der alten Götter. Einigen Songs hätte eine Straffung gut getan, und die Refrains könnten einen Schuss Eingängigkeit gebrauchen.
Marc Halupczok

Heavyhardes.de

Lag es an der persönlichen Tageskonstitution, am falschen Augenblick, an den vielen Vorschusslorbeeren oder vielleicht an der mittlerweile leider berechtigten Skepsis gegenüber neuen Bands, die sich dem Traditional Heavy Metal verschrieben haben, da in vielen ach so “Wir haben die Weisheit des wahren Metalls mit Löffeln gefressen”-Foren schon jede Combo, die ein zweistimmiges Gitarren-Solo auf der Platte hat, über den grünen Klee gelobt wird, dass mich Alpha Tigers Man Or Machine nicht schon nach dem ersten Hördurchlauf von den Socken gehauen hat? Nicht mehr nachzuvollziehen und in diesem Fall auch völlig egal, da schon beim nächsten Anlauf der Funke übersprang. Das Debut der Freiberger ist eine große Platte geworden, äußerst facettenreich, die viele Einflüsse zu einem eigenständigen Stilmix verarbeitet, dabei jedoch stets im traditionellen Bereich verhaftet bleibt. Hypothese/Denkspiel: eine Scheibe schöpft aus drei Songs, jeder der beteiligten Musiker interpretiert diese auf seine eigene Weise und bereichert die drei Basis-Nummern mit seinen Talenten. Im Falle von Man Or Machine würden mir da “Aces High” von Maiden, “Halloween” von Helloween und “The Apparition” von Fates Warning einfallen.
Das hat seine Gründe: die rifftechnischen Finessen und Doppelleads des Erstgenannten sind vielen Songs genauso zu eigen wie der abwechslungsreich vorgetragene Speed in teilweise komplexen Songstrukturen des zweiten und die epische Breite und innovative Melodieführung des letzten. Dazu kommt, dass auf Sänger Stephan Dietrich wie auf selten sonst einen Kollegen die Bezeichnung “Stimmakrobat” zutrifft, wandelt er doch in Schwindel erregenden Höhen und geht in Bezug auf die Stimmfarbe als Personalunion von Michael Kiske und John Arch durch; was ja schon mal kaum die schlechtesten Referenzen wären.
Wie erwähnt, mit einfacher Kost geben sich Alpha Tiger nicht zufrieden, nein, den Stücken ist der Wille, einen eigenen Sound zu finden, jederzeit anzuhören. Tracks wie der Opener “Starriders”, der akustisch eingeleitet schnell Fahrt aufnimmt und im Galopp-Rhythmus Dietrich eine bunte Spielwiese bietet, auf der er sich stimmlich austoben kann, oder das in einem NWOBHM-Umfeld mit schneidenden Speed Metal-Riffs durchsetzte “Man Or Machine”, in dem im Mittelteil durch dezent eingesetzte Chöre gar ein Blind Guardian-Touch entsteht, zeigen auf großartige Art und Weise den Einfallsreichtum der Alpha Tiger. Doch nicht nur der Sänger scheint hier ein Ausnahmetalent zu sein. Was die Gitarrenfraktion – Peter Langforth und Alexander Backasch – an so bis dato noch nie gehörten Leads, Riffkombinationen und Soli abliefert, kann schlichtweg als Bereicherung der ganzen Metal-Szene gesehen werden. Man leihe sein Ohr nur der in “When Autumn Leaves Fall” angebotenen Variationsbreite an sphärisch-ruhigen, verspielten und mit einfach erstklassigen Soliparts ausgestatteten Powerparts. Was ein Song!! Sollte am Ende des Jahres irgendwo ein Best Of 2011-Sampler zusammen gestellt werden, ist jener einer der ersten Kandidaten für eine Platzierung… und… das gilt in gleichem Maße für das hymnische “Martyr’s Paradise” oder “Against The Time”, in dem, wie oben angeschnitten, geschickt Maiden und Helloween-Versatzstücke aufbereitet werden und innerhalb eines völlig neuartigen Piece of Music zur Entfaltung gelangen.
Es gibt jedoch einen Punkt, an dem so etwas wie leichte Kritik (wobei sich hier auch die Geister scheiden mögen) angebracht werden kann (außer, dass “Exit: Night” nicht ganz so sehr A***h tritt wie der Rest des Materials). Es fehlt an den großen Refrains. An Hooks, die hernach und für alle Zeit jeder mit Man Or Machine in Verbindung bringt, doch wird das Bild dadurch nur unmerklich, wenn überhaupt, getrübt. Ich denke, es ist nicht übertrieben, Alpha Tiger in einem Atemzug mit Enforcer oder Striker als eine der größten Nachwuchshoffnungen – gesehen auf die Jahrzehnte, die auf den Traditional Metal zukommen – zu bezeichnen. Da freut man sich doch auf alles, was da in Zukunft aus dem Tigerhort zu erwarten ist. Bin übrigens mittlerweile längst von den Socken…

5/6 Punkten

http://www.heavyhardes.de/review-7723.html

Twilight Magazin

Karl Walterbach dürfte dem ein oder anderen Metal Fan noch als Lebelchef des legendären Berliner Noise Records Labels, welches u.a. Kreator, Helloween, Running Wild, Tankard, Celtic Frost, Gammy Ray usw. hervorbrachte, bekannt sein. Dieser Herr hat nun ein neues Label gegründet und eine ehemalige Thrash Band aus Sachsen verpflichtet. Von diesen Wurzeln ist jedoch kaum noch etwas hörbar, denn nach einem Namenswechsel hat man sich nun vollkommen dem klassischen US Power/Prog Metal verschrieben.
Schon nach wenigen Minuten fühlte ich mich in die späten 80iger / frühen 90iger versetzt, als Fates Warnings “Perfect Symmetry” und “Paralells” Alben in die Läden kamen. Alpha Tiger Shouter Stephan Dietrich erinnert in grandioser Weise an Ray Alder in Songs wie “Eye To Eye”, “Through Different Eyes”, “We only Say Goodbye” oder “Point of View” – und auch musikalisch ist man nicht zu weit von den Amis entfernt. Allerdings hat man eine gehörige Portion NWoBHM á la Attika, früher Tokyo Blade oder auch deutscher Traditionsvereine wie Sacred Steele hinzugefügt, so dass man nicht Gefahr läuft, sich in progressivem Gedudel zu verlieren.
“Starriders” ist ein absolut cooler Opener, dem “Crimson Desert” in nichts nachsteht. “Karma” ist mit knapp 5 Minuten einer der kürzeren Songs auf der Scheibe und geht gut nach vorne los. In “Black Star Pariah” findet sich dann sogar noch Platz für einige Oooohhooohos”, so dass auch für genügend Livequalitäten gesorgt sein dürften.
Für Freunde alter Fates Warning, Queensryche, Attika, Sacred Steele oder Tokyo Blade hat der Osterhase ein besonders hörenswertes Ostereier im Gepäck. Auch wenn das bunte Cover eher an einen chinesischen Glückkalender erinnert, sollte man diese Scheibe antesten, denn hier wird wirklich hochwertiges Material abgeliefert. Deutlich besser als der ganze Durchschnittskram – Walterbach zeigt mit dieser Band, dass er auch heute noch ein sicheres Händchen für überdurchschnittlich gute Bands aus Deutschland hat!

14/15 Punkte

Powermetal.de

Ein sehr starkes Debütalbum hat die sächsische Metalkombo ALPHA TIGER hingelegt. Ihr Erstschlag “Man Or Machine” orientiert sich deutlich an der NWoBHM und dem US-Powermetal der 1980er, und den Sound dieser Zeit gibt die junge Band erstaunlich gut wieder.

Damit sind wir bei einem Kritikpunkt, allerdings dem einzigen und einem, den man einem Debütanten noch am ehesten nachsieht: Phasenweise ist das Material schon sehr nah an bekannten Genregrößen. Der High-Scream-Gesang erinnert an FATES WARNING und die frühen QUEENSRYCHE, MAIDENsche Gitarrenläufe sind zu hören, und auch die Wildkatze auf dem Cover scheint aus dem Zoo von Pan Tang entlaufen. Davon abgesehen, haben ALPHA TIGER neun makellose Stücke Edelstahl von durchschnittlich sechs Minuten Spieldauer auf die CD gebracht. Das Material verfügt durchweg über recht gute Melodien, hat seine Stärke aber vor allem in der Dramaturgie und den Arrangements. Die beiden Gitarren schreddern und solieren um die Wette, teilweise auch synchron. Die Rhythmusgruppe spielt songdienlich, abwechslungsreich und auf den Punkt. Und die Stimme ist das, was man vor 25 Jahren als Muster schätzte. Bereits mit diesem ersten Album haben ALPHA TIGER einen sicheren Wiedererkennungswert gefunden. Dabei sorgen die melancholische Halbballade ‘When Autumn Leaves Fall’, das ein wenig an IRON MAIDENs ‘Remember Tomorrow’ erinnert, und andererseits das etwas ruppigere ‘Karma’ für Farbtupfer.

Wer auf klassischen 80er Metal mit Melodie, Härte und Gitarren steht und einer neuen Band die etwas starke Orientierung an einschlägigen Vorbildern zugesteht, kann mit “Man Or Machine” nichts falsch machen.

Anspieltipps: Man Or Machine, Against The Time, Exit: Night

Note: 8.0 / 10

Metalblaze

Von Zeit zu Zeit, sehnt sich fast ein jeder Metaller in die alte Zeit zurück, wo Metal noch Metal war und nicht über irgendwelche Wikinger, Walküren oder fantastische Reisen gesungen wurde.

Wenn solche Gelüste aufkommen und man seine alten Favoriten schon auswendig kennt, ist ALPHA TIGER ein willkommenes Geschenk an jeden Freund des Heavy Metals.

In ihrem Debütalbum, „Man Or Machine“ bestechen die Jungs aus Sachsen mit 9 abwechslungsreichen Tracks und einer klaren Gesangstimmen von Frontmann Stephan Dietrich.

Das etwas ruhigere Intro straft das restliche Album Lügen, denn Songs wie „Man or Machine“, oder „Martyr´s Paradise“ gehen nicht nur gut ins Ohr sondern unterstreichen auch die Story, bei der es um den fortschreitenden Verlust der Individualität in der Massengesellschaft geht.
Alles in allem ein sehr gelungenes Debüt, hoffen wir dass die Jungs so weitermachen.

Rating: 4,5/5

Hooked on music

Hoppla, so eine Platte habe ich schon lange nicht mehr gehört.
In Zeiten, wo der Markt in erster Linie nach perfekt produziertem Sound giert und die Kompressoren oftmals bis an den Anschlag des Erträglichen aufgedreht werden, veröffentlicht ALPHA TIGER aus der Nähe von Dresden mit “Man Or Machine” eine Platte, die ganz stark das Flair eines 80er-Jahre-Albums versprüht.

Das geht schon beim Opener Starriders los, welches mich verdammt an die ersten Scheiben von FATES WARNING mit John Arch am Mikro erinnert hat. Stephan Dietrichs Gesang pendelt sich dabei in ähnlichen Höhen ein wie seinerzeit beim ehemaligen FATES WARNING-Sänger.
Das es nicht nur langsam geht, beweisen die Sachsen bereits auf dem zweiten Track Crimson Desert, das Anleihen an Songs hat, mit denen HELLOWEEN zu Keepers- Zeiten den Power Metal in Deutschland hoffähig machten.

Dieser stilistische Wechsel zwischen leicht progressiv angehauchten Songs und Power Metal-Hymnen zieht sich durch das gesamte Album und sorgt dafür, dass sich der Hörer kaum mal langweilt.
Der Abwechselungsreichtum von ALPHA TIGER zeigt sich auch darin, dass man nicht davor zurückschreckt, mal seine weiche Seite zu zeigen.
So kann When Autumn Leaves Fall schon fast als Ballade durchgehen, sorgt aber nicht für einen Bruch im roten Faden des Albums, sondern fügt sich nahtlos in die restlichen acht Tracks ein.

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir “Man Or Machine” eine Menge Spaß gemacht hat. Insbesondere Metalfans, die gerne Retroklänge mögen, muss man ALPHA TIGER sehr ans Herz legen.

Vampster.com

Gestatten: Metal. Heavy Metal. Und zwar im engeren Sinne. “Man Or Machine” ist als Albumtitel ungefähr so originell und klangvoll wie die Musik dahinter. ALPHA TIGER tun einfach so, als hätte es die musikalischen Entwicklungen der letzten 20 Jahre nie gegeben. Dass die jungen Musiker zur Hochzeit des 80er-Power-Metals selbst noch überhaupt nicht geboren waren, stört herzlich wenig. Wer weiß, vielleicht steht neben dem Proberaum auch noch ein DeLorean rum. Stilistisch orientiert sich das Quintett am klassischen US-Metal mit saftigen Riffs, Sirenengesang und sperrigen Songstrukturen. Es bleibt dabei aber auch noch Raum für Melodien in den Gitarren. Besonders das flotte “Against The Time” versprüht NWoBHM-Luft. Die Produktion ist dabei einen Tick zu glatt ausgefallen und transparent ausgefallen. Zwar klingt das Ergebnis trotzdem ungekünstelt und natürlich, aber das dumpfe Poltern von den alten Metal-Blade-Veröffentlichungen hätte einfach besser gepasst.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Sänger Stephan Dietrich, an dessen hoher Stimme sich sicherlich einige Geister scheiden werden. Wahrscheinlich klingt es so ähnlich, wenn man Geoff Tate mit einem Auto über den Fuß fährt. Von der Klangfarbe her gibt es sogar Parallelen zu John Arch. Musikalisch agieren ALPHA TIGER dabei ausgesprochen bodenständig, so dass keine mystische Atmosphäre aufkommt. Stattdessen dominiert traditioneller Metal im mittleren Tempobereich. Bezeichnenderweise werden auf der CD die meisten Speed-Elemente bis zum Ende aufgehoben und nicht schon beim Opener verpulvert. Bei den Lead-Gitarren merkt man deutlich, dass die Band bereits seit einiger Zeit aktiv ist (zuletzt unter dem Namen SATIN BLACK). Gleichzeitig hat sich der Fünfer einiges an Ungestümheit bewahrt. Dazu zählt auch das ausladende Songwriting, das sich viel Zeit für Ausflüge und Schlenker nimmt. Zwischendurch haben so die Thrashriffing, Balladen und sogar Humor kurze Gastauftritte, die durchaus schlüssig in die Stücke eingewebt wurden. Dies verhindert, dass die Musik auf Dauer monoton klingt, ohne dass man als Headbanger ernsthaft aus dem Rhythmus gebracht wird.

Gar zu simplen Tralala-Melodien verweigern sich ALPHA TIGER komplett. Als Zielgruppe sind entsprechend eher metallische Puristen angesprochen als das Publikum von EDGUY, HAMMERFALL und Co. Denn Freunde von erdigem, unverfälschtem Metal kommen auf ihre Kosten, während Gelegenheitsmetaller wohl nur schwer einen Zugang zu dieser zugegeben kauzigen Musik finden dürften.

Musikansich

So, alle Leser welchen eher die modernen Spielarten des Heavy Metals bevorzugen klicken sich bitte zum nächsten Review. Das Debütalbum Man Or Machine der Sachsen Alpha Tiger ist nichts für euch. Wer mit Bands wie den frühen Queensryche, Fifth Angel oder Savage Grace etwas anfangen kann, der mag bitte weiterlesen. Ich liebe den US Metal der frühen 80er Jahre und Man Or Machine treiben mir vor Freude das Pipi in die Augen.

Ich gebe zu man muss den hohen Gesang, welcher mit dieser Spielart des Metal einhergeht mögen. So werden sich mit Sicherheit auch die Geister am Gesang des Alpha Tiger Sängers Stephan Dietrich scheiden. Und tatsächlich liegt auch hier einer der wenigen Kritikpunkte. Würde er ein wenig variabler singen, dann würde die Bewertung des Albums knappe 2 Punkte besser ausfallen.

Musikalisch ist fast alles im Lot. “Starriders“ eröffnet das Album mit leisen, akustischen Tönen. Der Song wechselt später dann zu diesen typischen 80er Jahre US Metal Sound und überzeugt mit guten Gitarrenleads und treibendem Rhythmus. “Crimson Desert“ schraubt die Geschwindigkeit etwas in die Höhe. Leichte Erinnerungen an die frühen Helloween werden wach. Die Gitarrenmelodien von “Against The Time“ sind offensichtlich bei Iron Maiden ausgeliehen. “Martyr’s Paradise“ setzt auf ein donnerndes Schlagzeug. Das Highlight des Albums wartet am Ende. “Black Star Pariah“ hat alles was man von einem episch veranlagten Metal Song erwartet. Grosse Gitarren, instrumentale Perfektion und den Gesang, welcher hier wie die Faust aufs Auge passt!

Antesten!

Rockingboy

Wertung: 8 von 10
Hm… so wird das nichts. Die Spandex zwickt im Schritt, außerdem schwappt meine Wohlstandswampe darüber und es fehlen mindestens 10 cm um den Patronengürtel zu schließen. Die Haare sind zu kurz und das IRON MAIDEN Shirt sitzt viel zu eng – als ob ich mit einer Kanone hinein geschossen wurde. Rein optisch kann ich mich wohl nicht mehr dem Heavy Metal Revival anschließen und werde das ganze auf das hören und besprechen beschränken. Auch nicht so tragisch… findet wenigstens meine Freundin.

Eine junge deutsche Band, der das Outfit um einiges besser zu Gesicht steht ist ALPA TIGER. Das sächsische Quintett sieht nicht nur so aus, als ob sie frisch aus dem Jahre 1985 ins Jetzt, via Zeitmaschine, gereist sind, auch ihr Sound lässt einige Erinnerungen an vergangene Tage wach werden. Die TIGER spielen mal richtig geilen Metal.
Die Band gründete sich 2007 und firmierte anfangs als SATIN BLACK. Unter diesem Bandnamen veröffentlichte die Band ihr erstes Demo und das Debütalbum „Harlequin“. Man trennte sich von Sänger Robin und fand recht schnell adäquaten Ersatz in Stephan „Heiko“ Dietrich.

Getreu dem Motto „alles neu macht der neue Leadsänger“ benannte man sich in ALPA TIGER um und trieb seitdem, weiterhin in Freiberg und Umgebung, sein Unwesen.

Der Fünfer besteht aus:
Sänger – Stephan
Lead- & Rhythm Gitarrist – Alexander
Lead- & Rhythm Gitarrist – Peter
Bassisten – Dirk
Schlagzeuger – Axel

Als Inspirationsquellen sind bei den Freibergern ganz klar Bands aus dem NWOBHM- und US Metal Umfeld auszumachen.
Mit der Veröffentlichung von „Man Or Machine“ wird mit Sicherheit auch die Diskussion entfachen, ob Stephan nun nach Geoff Tate oder mehr nach Michael Kiske klingt. Wenn dies geklärt ist, kommt natürlich die nächste Frage auf: Ist es nun traditioneller, Power, Speed, leicht progressiver US Metal oder CURRYWURST. Für mich klingen die TIGER wie eine Mischung aus frühen QUEENSRYCHE (die „Queen of the ryche“ und „Rage for order“ scheint sich öfter mal auf deren Plattenteller zu drehen) IRON MAIDEN und HELLOWEEN. Nun könnte mancher Leser die Nase rümpfen, da es schon massig Bands auf dem Markt gibt, die sich diese Ausrichtung auf die Fahne geschrieben haben. Diese kann ich beruhigen, denn die Jungs verstehen es durchaus dem Sound ihre eigene Duftmarke zu verleihen.
Die Combo kann gute Songs zu schreiben und überzeugt durch druckvolle, doppelläufige Gitarrenparts. Bei der Produktion ist jedes der einzelne Instrumente klar und deutlich heraushörbar und äußerst druckvoll in Szene gesetzt. Trotzdem stößt bei mir die Gesamtproduktion sauer auf, denn Stephan’s Gesang wurde mir mit viel zu viel Hall unterlegt und wirkt auf mich schon fast störend.

Gleich zu beginn von „Man Or Machine“ wird die Vorliebe für die Progressive Metal Götter aus Seattle hemmungslos ausgelebt. Sound- und gesangstechnisch könnte der Song auf der Debüt EP der Band gestanden haben. „Crimson Desert“ lässt es ein bisschen speediger zugehen, aber auch hier schießen unweigerlich, QUEENSRYCHE meets IRON MAIDEN, als Vergleich in den Kopf. Der Titeltrack gefällt mir aufgrund der melodischen Gitarrenparts und dem nach vorne peitschende Schlagzeugspiel recht gut. Der erste Song, der aus dem direkten Vergleich ausbricht und deutlich eigene Akzente setzen kann, ist die Halbballade „When Autumn Leaves Fall“. Stephan schafft es bei dem Song ein bisschen eigenständiger zu singen und man fühlt sich nicht immer an GEOFF TATE erinnert. MAIDENartige Gitarrenläufe lassen „Against The Time“ starten und kann locker als eine Mischung aus die EISERNEN JUNGFRAUEN und HELLOWEEN durchgehen. Das die TIGER aber mehr als bisher genannte Vergleiche drauf haben, beweisen sie mit dem vorzüglichen „Karma“. Die Gitarrenparts erinnern mich an seelige Exodus Zeiten und motivieren einen zum Headbangen. Abgeschlossen wird „Man Or Machine“ wieder durch einen Verweis auf zwei ihrer Lieblingsgruppen. „Black Star Pariah“ erinnert ganz stark, aufgrund der Gitarrenparts, an MAIDEN zu „Piece of Mind“ Zeiten und gesanglich – wie sollte es auch anders sein – an Seattle’s Finest.

Trackliste:

Starriders
Crimson Desert
Man Or Machine
When Autumn Leaves Fall
Against The Time
Martyr’s Paradise
Karma
Exit: Night
Black Star Pariah

Trotz der von mir ständig aufgeführten Vergleiche handelt es sich bei ALPA TIGER nicht um einen Clone, sondern das Songmaterial verfügt über genügend Eigenständigkeit. Bei der Musikalischen Ausrichtung ist es auch so gut wie unmöglich, nicht mit den Koryphäen verglichen zu werden und kann als Ehre gedeutet werden. Außerdem erreichen die TIGER’s definitiv auch deren Niveau. Das was schlussendlich zählt, ist die Qualität der erbrachten Leistung und diese ist unumstritten auf einem grundsoliden Niveau.

Ich fühlte mich durch „Man Or Machine“ über 50 Minuten sehr gut unterhalten und kann eine Empfehlung an alle abgeben, die den Plattenschrank voller CD’s, von mir genannten Vergleichsbands, vollgestopft haben.
ALPAH TIGER fühlen sich in diesem Umfeld bestimmt sehr wohl.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, besucht das Keep It True Festival und zieht euch die Jungs live rein, denn sie haben, aufgrund des Ausfalles von VECTOR, den Openerzuschlag erhalten.

8,0 bodenständige und solide Punkte für den puren Heavy Metal.
Götz

Rock Hard

“So jung kommen sie auch nicht mehr zusammen: Die Sachsen ALPHA TIGER, ehemals als Satin Black unterwegs und eher Knaben als Männer, stellen sich auf ihrem aufsehenerregenden Debüt „Man Or Machine“ als deutsche Antwort auf jede Menge vor allem schwedischen und amerikanischen Nachwuchs vor. Nicht jeder der neun gerne überlangen Songs ist gemacht für die Ewigkeit, aber vor allem in der ersten Hälfte (´Starriders´, ´Crimson Desert´, ´Man Or Machine´, ´Against The Time´) platziert der Fünfer einige sinnige Duftmarken zwischen Speed und Midtempo, fast immer nahe am Achtziger-US-Metal, aber gerne garniert mit Euro-Einsprengseln (Gitarren-Leads, diverse Gesangslinien). Apropos Gesang: Die meistens hohen Vocals von Stephan Dietrich sind spektakulär, seine gelegentliche Kiske-Schlagseite ist garantiert kein Zufall. Die weiteren Anhaltspunkte Tom Mallicoat (Lethal), Ski (Deadly Blessing), Geoff Tate (Queensryche) und Russ North (Cloven Hoof) geben auch musikalisch die Marschrichtung vor, mit Landsmännern wie Heavens Gate, Scanner, Chroming Rose oder Attack haben ALPHA TIGER höchstens das Allerbeste gemein. Und das spricht ja nun wirklich für sie.”
Boris Kaiser